Möbelfüße aus Filz nachrüsten, ohne dass der Kratzschutz versagt
Im Neubau hingegen lässt sich die bodengleiche Dusche von Anfang an korrekt planen. Hier sind die Kosten meist geringer, weil der Rohbau noch flexibel ist und die Entwässerung direkt im Estrich verlegt werden kann. Trotzdem gibt es auch hier typische Fehler: Viele wählen eine zu kleine Duschfläche, weil sie die Bewegungsfreiheit unterschätzen, oder sie verzichten auf eine separate Abdichtung der gesamten Nasszelle. Die Norm für Verbundabdichtungen schreibt vor, dass der gesamte Boden und die angrenzenden Wände bis zu einer Höhe von mindestens zwei Metern abgedichtet werden müssen – das wird oft vergessen und führt zu Feuchtigkeitsschäden in der Wand.
Vor dem Aufkleben sollte man die Füße gründlich reinigen. Dazu eignet sich ein fusselfreies Tuch mit etwas Spiritus oder einem milden Reiniger. Wichtig ist, die Fläche vollständig trocknen zu lassen. Werden die Möbel danach sofort umgedreht, setzt sich Staub auf den Klebeflächen ab, und der Effekt ist dahin. Auch die Wahl der Filzstärke spielt eine Rolle: Zu dünne Gleiter federn Unebenheiten nicht ab und nutzen schnell durch. Zu dicke Varianten wiederum können dazu führen, dass der Tisch wackelt oder die Füße nicht mehr richtig auf dem Boden aufliegen. Ein guter Mittelweg liegt bei zwei bis drei Millimetern, je nach Möbelgewicht und Bodenbeschaffenheit.
Beim Schuhschrank zählt nicht nur die Gesamtkapazität, sondern auch die Innenaufteilung. Feste Einlegeböden sind oft zu niedrig für Stiefel oder zu hoch für Ballerinas. Wählen Sie ein Modell mit verstellbaren Böden oder planen Sie selbstgebaute Einsätze aus Holzleisten. Zählen Sie vor dem Kauf Ihre Schuhe nach Kategorien: Alltagsschuhe, Gästehausschuhe, Saisonschuhe. Für jeden Schuh, der täglich getragen wird, rechnen Sie ein Fach. Für Gäste reservieren Sie ein separates Fach mit offener Ablage – so vermeiden Sie, dass nasse oder schmutzige Schuhe in geschlossene Fächer gelegt werden müssen. Eine offene Kellerablage unter der Bank, etwa als Korb oder Gitter, nimmt die dreckigsten Schuhe auf und hält den Schrank sauber.
So montieren Sie die Dämpfer korrekt Die Montage selbst ist in der Regel unkompliziert. Zuerst entfernen Sie die betroffene Tür vorsichtig, indem Sie die Scharnierstifte herausziehen oder die Schrauben lösen. Legen Sie die Tür auf eine weiche Unterlage, um Kratzer zu vermeiden. Dann befestigen Sie den Dämpfer entweder direkt am Scharnier oder an der dafür vorgesehenen Stelle an der Türkante. Viele Sets arbeiten mit Klebe- oder Schraubbefestigung – achten Sie darauf, dass die Klebefläche sauber und fettfrei ist. Nach dem Anbringen hängen Sie die Tür wieder ein und testen die Bewegung langsam.
Feuchteschutz funktioniert nur, wenn Sie die Luftzirkulation im Raum sicherstellen. Stellen Sie Regale nicht direkt an die Außenwand, sondern lassen Sie 5 bis 10 Zentimeter Abstand. So kann Luft hinter den Regalen zirkulieren und Feuchtigkeit abtransportieren. Benutzen Sie für alles, was auf dem Boden steht, keine Pappkartons – sie ziehen Wasser an wie ein Schwamm. Stattdessen eignen sich Kunststoffboxen mit Deckel und Gummidichtung. Für Textilien und Papier legen Sie zusätzlich Kieselgel-Beutel in die Boxen, aber kontrollieren Sie sie zweimal im Jahr. Ein weiterer Trick: Stellen Sie die unterste Regalebene mindestens 15 Zentimeter über den Boden, denn gerade in Kellern steigt die Feuchtigkeit von unten auf.
Die Reihenfolge entscheidet: Schrank unten, Bank davor oder seitlich? Die häufigste Fehlplanung ist die Bank direkt vor dem Schuhschrank. Dann müssen Sie für jeden Schuh die Sitzfläche anheben oder die Bank verschieben. Sinnvoller ist eine L-Form oder eine seitliche Anordnung. Stellen Sie den Schuhschrank an das Ende der Wand und platzieren Sie die Bank davor, aber so, dass die Schranktüren vollständig öffnen können. Alternativ wählen Sie einen Schuhschrank mit Klappen, die nach vorne aufschwingen. In diesem Fall benötigen Sie vor dem Schrank eine freie Fläche von mindestens 60 Zentimetern, sonst ist das Beladen mühsam. Eine bessere Lösung ist ein Modell mit Schubladen, die seitlich herausziehen – dann bleibt die Bank unabhängig nutzbar.
Bei einer Mietwohnung ist die Lage noch komplizierter. Hier muss der Vermieter zustimmen, und die Kosten können nur dann auf die Miete umgelegt werden, wenn es sich um eine Modernisierung handelt. Ein Umbau auf eigene Kosten ist selten sinnvoll, da Sie die Dusche bei einem Auszug in der Regel zurückbauen müssen. In vielen Fällen ist eine barrierefreie Dusche in einer Mietwohnung nur dann realisierbar, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt und der Vermieter die Kosten übernimmt oder einen Zuschuss gewährt. Andernfalls sollten Sie prüfen, ob eine Duschwanne mit niedrigem Einstieg nicht die günstigere und praktikablere Alternative ist.
Vor dem ersten Spatenstich ist daher eine genaue Bestandsaufnahme unerlässlich. Prüfen Sie die Geschossdecke: Bei Holzbalkendecken ist ein Abtrag des Estrichs oft nur begrenzt möglich, weil die Balken nicht durchtrennt werden dürfen. Bei Betondecken sieht es besser aus, aber auch hier kann eine Aufbauhöhe von weniger als fünf Zentimetern problematisch werden. Ein Fachbetrieb sollte die vorhandene Dämmung, den Trittschallschutz und die Feuchtigkeitsabdichtung begutachten. Nur wenn diese Schichten intakt sind, kann die Dusche sicher eingebaut werden. Der größte Fehler ist, die alte Abdichtung zu übernehmen und einfach eine neue Duschwanne zu entfernen – das führt später zu Schimmel und Wasserschäden.